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Ostern

Ostern haben wir im Dschungel verbracht, statt Ostereier haben wir Lemuren gesucht.

150 km von Antananarivo entfernt liegt Andasibe in der Nähe mehrerer Nationalparks und privater Reservate. Die Fahrt hier her dauerte gut 4 Stunden, obwohl wir vor dem großen Osterstau losgekommen sind.

Hier habe ich zum ersten Mal auf Madagaskar Wald gesehen. Vor der Kolonialisierung war die Insel mit Urwald bedeckt, aber durch die Abholzung von Rosenholz/Palisander ist davon fast nichts mehr übrig. Seit 1990 gibt es Gesetze für den Ressourcenschutz, trotzdem wird der Urwald durch illegalen Holzeinschlag und Ausfuhr von Tropenhölzern immer noch stetig dezimiert.

Am Samstag sind wir zur Vakona Forest Lodge gefahren, wo Lemuren auf einer Insel leben und gefüttert werden. Die Attraktion ist, dass sie mit Hilfe von Bananen auf die Schultern der Touristen gelockt werden. So richtig natürlich und romantisch fühlt es sich nicht an, aber es entstehen auf jeden Fall ein paar lustige Fotos.

Sonntag haben wir in einem Nationalpark Indris und Sifakas in freier Wildbahn gesucht und gefunden. Auch diese sind an die Touristen auf dem Waldboden gewöhnt. Wir standen dann mit 20 anderen Wanderern im Unterholz und konnten die entspannten Lemuren in den Baumwipfeln filmen. Deren laute Rufe waren schon beim Frühstück im Hotel aus dem Wald herüber geschallt: