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Pfingsten

Pfingsten waren wir in Antalaha, das liegt an der Nord-Ost-Küste in der Nähe von Sambava. Das Wetter an der Küste ist viel wärmer als in Antananarivo, das ja 1km über dem Meeresspiegel liegt. In Tana waren zu Pfingsten maximal 22°C und man merkte, dass bald Winteranfang sein würde. An der Ostküste war das Wetter perfekt. Etwas schwül-warm, aber wenn die frische Briese vom Meer kam, sehr angenehm. Wir sind alle in der Sonne etwas dunkler geworden.

Die Gegend um Sambava wurde zwei Monate vorher von dem Zyklon Enawo am stärksten getroffen. Der Strand vor unserem Hotel war immer noch voller Treibholz und Korallenbruchstücke. Einen Nachmittag haben wir mit Sammeln verbracht. Die Landstraßen waren gesäumt von umgeknickten Bäumen und Palmen. Dabei ist es erstaunlich, wie viel Wiederaufbauarbeit die örtliche Bevölkerung mit den für sie sicherlich begrenzten Mitteln bereits geleistet hatte. Häuser waren wiederaufgebaut, die Straßen überall beräumt, Dächer neu gedeckt.

Pfingstmontag saßen wir zu neunt in einem R4. Vorn der Taxifahrer, rechts Monika mit Jakob auf dem Schoß und dazwischen, über der Handbremse, ich. Hinten saßen der Tourguide, seine Frau, seine Tochter, sein bester Freund und noch die Englischlehrerin des Tourguides. Im Kofferraum war das Huhn, das unser Mittagessen werden sollte.

Das Huhn büxte kurz vor dem Essen aus und das Einfangen hat besonders Jakob und mir großen Spaß gemacht. Als ich beim Schlachten neugierig zuschaute, fragte mich der Guide, wie ich das denn normalerweise mache. Als ich gestehen musste, noch nie ein Huhn geschlachtet zu haben, sah er mich sehr überrascht an.